In den letzten Jahren konnten wir in der St.-Antonius-Schule immer häufiger beobachten, dass Eltern und Kindern der Ablöseprozess schwerer fiel. In den ersten Tagen nach den Sommerferien gab es immer wieder Kinder, die damit überfordert waren, den Weg in die Schule, den sie im Gegensatz zur Situation im Kindergarten ab Schulhoftor alleine bewältigen sollten, nicht schafften und morgens auf dem Schulhof weinten. Auch die Organisation ihrer Unterrichtsmaterialien fiel immer mehr Kindern schwer. Bedingt durch unterschiedliche Konzepte in den Kindertagesstätten kamen viele Kinder mit der vorgegebenen Struktur eines Unterrichtmorgens immer schlechter zurecht. Auch zeigten sich immer größere Diskrepanzen in den Lernausgangslagen der Kinder. So besitzen viele ein enormes Sachwissen, basale motorische oder mathematische Fähigkeiten sind jedoch entwicklungsbedürftig. Um dennoch allen Kindern einen guten Start in ihre Schullaufbahn zu geben, ist die Idee zu diesem Übergangskonzept entstanden.
Das Vorschulprogramm wird allen angemeldeten Erstklässlern der St. Antonius Grundschule angeboten. Das Programm ist natürlich freiwillig. Die Kinder werden nach den Osterferien bis zu den Sommerferien max. 6-7Mal an einen Morgen in der Woche für 45min in die Schule eingeladen. Zusammen mit einer Lehrkraft wird mit den Kindern zu einem Bilderbuch gearbeitet. Hierbei wird vorgelesen, dazu gemalt, gebastelt und gesungen. Die Kinder lernen in dieser Zeit auch das Schulgebäude und die Abläufe der Schule kennen.
Durch die Arbeit in Kleingruppen kann die Lehrkraft nicht nur daran beteiligt werden, die inhaltlichen Probleme zu minimieren. Sie ist den Kindern vertraut, gibt Sicherheit, ist zusätzliche Ansprechpartnerin und bietet einen geschützten Rahmen für die Kinder, die etwas Unterstützung benötigen. Kurz vor den Sommerferien, lernen sie auch ihre Paten (Kinder aus der 3. Klasse), sowie ihre Klassenleitung kennen.
Am Ende des Vorschulprogramms haben die Eltern die Möglichkeit ein Gesprächstermin bei der Lehrkraft zu erhalten. Dabei können eventuelle kleine Anliegen der Eltern / Lehrkraft, sowie der erste Eindruck über die Kinder besprochen werden.
Durch das Vorschulprojekt unserer Schule können sich die Lehrkräfte bereits einen ersten Eindruck von den Bedürfnissen ihrer zukünftigen Erstklässler erhalten, um sich so zielgerichtet auf die ersten Schulwochen vorzubereiten.
Die Lehrkraft, die das Vorschulprogramm durchgeführt hat ist nach den Sommerferien bei der Einschulungsfeier anwesend, um den Kindern Sicherheit zu vermitteln. Bis zu den Herbstferien begleitet sie stundenweise die Erstklässler zusätzlich zur Lehrkraft im Unterricht. Sie kann aufgrund der Erfahrung , die sie in den Wochen vor den Sommerferien gemacht hat, gezielt fördern und die Kinder in ihrem Eingewöhnungsprozess unterstützen.
Der Erfolg unseres Vorschulprogramm zeigt sich meist schon am Einschulungstag. Die neuen Erstklässler sind entspannter, da sie die Schule und viele Personen schon kennengelernt haben.

